RATGEBER
So ist ein guter LinkedIn-Post aufgebaut
Ein LinkedIn-Post wird im Feed zuerst nur angeschnitten. Auf dem Handy sieht man ungefähr die ersten 140 Zeichen, am Rechner etwa 210, bevor „mehr anzeigen“ kommt. Ob jemand weiterliest, entscheidet sich also an einer einzigen Zeile.
Der Generator liefert dir drei Entwürfe mit unterschiedlichem Einstieg. Nimm den, der am meisten nach dir klingt, und ergänz ihn um ein Detail, das nur du kennst. Das kann eine Zahl aus deinem Projekt sein, ein Name oder ein Moment, an den du dich erinnerst.
Der erste Satz trägt den ganzen Post
Die erste Zeile muss für sich allein funktionieren. Gut funktionieren eine konkrete Beobachtung, ein Ergebnis mit Zahl oder eine klare Meinung. Weniger gut funktioniert ein Satz, der nur ankündigt, dass gleich etwas Wichtiges kommt.
Vergleich zwei Anfänge. „Heute möchte ich etwas zum Thema Onboarding teilen“ sagt nichts. „Unser Onboarding dauert jetzt fünf Tage statt drei Wochen“ macht neugierig, weil man wissen will, wie das ging.
Aufbau in drei Teilen
Nach dem Einstieg folgt der Kern, in dem du erklärst, was passiert ist, was du gelernt hast oder warum du etwas so siehst. Schreib kurze Absätze mit ein bis drei Sätzen und lass eine Leerzeile dazwischen, denn auf dem Handy wird ein langer Block schnell zur Wand.
Am Ende steht eine einfache Frage an die Leser oder ein konkreter nächster Schritt. Eine Frage wie „Wie macht ihr das bei euch?“ lädt zu Kommentaren ein, weil sie sich leicht beantworten lässt. Ein Slogan als Schluss wirkt dagegen schnell wie Werbung.
Wie lang darf ein LinkedIn-Post sein?
LinkedIn erlaubt bis zu 3.000 Zeichen pro Beitrag, Leerzeichen und Zeilenumbrüche eingerechnet. Eine offizielle Empfehlung zur idealen Länge gibt es nicht. Auswertungen von Tool-Anbietern sehen gute Werte oft bei 1.200 bis 1.600 Zeichen, was ungefähr der Einstellung „Mittel“ im Generator entspricht.
Die Länge richtet sich am besten nach dem Inhalt. Eine kurze Erkenntnis braucht keine zehn Absätze, und eine Geschichte mit Vorher und Nachher darf länger werden, solange jeder Absatz etwas Neues bringt.
Welche Tonalität passt?
Die Einstellung „Sachlich“ passt zu Anleitungen, Zahlen und Erfahrungen aus Projekten. „Persönlich“ erzählt aus der Ich-Perspektive und eignet sich für Gelerntes und Rückblicke. Mit „Meinungsstark“ nimmst du in der ersten Zeile eine klare Haltung ein und begründest sie, was oft die meisten Kommentare bringt.
Bleib bei einer Tonalität, die zu dir passt. Wer sonst sachlich schreibt und plötzlich sehr persönlich wird, wirkt auf die eigenen Kontakte schnell ungewohnt.
Nach dem Posten ist die Arbeit nicht vorbei
Kommentare sind auf LinkedIn der Teil, in dem Gespräche entstehen. Wenn jemand etwas fragt oder widerspricht, antworte mit einem ganzen Satz statt mit einem Daumen. So merkt die Person, dass sie gelesen wurde, und oft entwickelt sich daraus ein Austausch, den auch andere mitlesen.
Plan dir nach dem Veröffentlichen etwas Zeit ein, in der du erreichbar bist. Ein Post, auf dessen Kommentare niemand reagiert, wirkt schnell wie ein Aushang, an dem alle vorbeigehen.
Poste lieber regelmäßig als selten und dann viel auf einmal. Wer jede Woche an einem festen Tag einen Beitrag veröffentlicht, bleibt seinen Kontakten besser im Gedächtnis als jemand, der drei Posts in einer Woche macht und dann einen Monat schweigt. Der Generator hilft beim Anfangen, und die Redaktionsplan-Vorlage hilft beim Durchhalten.
Bevor du den Entwurf veröffentlichst
Ein KI-Entwurf kennt deine Zahlen, Namen und Erlebnisse nicht. Das Modell ist angewiesen, nichts zu erfinden, und schreibt deshalb eher allgemein, wo ein Detail fehlt. Genau dort setzt du an.
- Ergänz eine echte Zahl, ein Datum oder ein konkretes Beispiel aus deinem Alltag.
- Lies den Text einmal laut, denn was du so nie sagen würdest, schreibst du um.
- Streich Sätze, die nur wiederholen, was schon dasteht.
- Setz höchstens drei Hashtags ans Ende, oder lass sie ganz weg.
Wer jeden Tag posten möchte, ohne jedes Mal bei null anzufangen, kann das mit mr.timmy automatisieren. Timmy recherchiert Themen, schreibt in deiner Markenstimme und veröffentlicht erst, wenn du freigibst.